Gedankengeflüster

Vorsichtige Relativierung

Diese Zeilen von „Herzundverstand.blog“, dem ich schon lange folge, muss ich mit euch teilen! Spricht mir aus der Seele. Und ich habe auch so einige in der Verwandtschaft, die schon gestorben sind, wo ich mir denken kann, dass sie auch so reagieren und diese Worte sagen würden.

Herz & Verstand

Jeder von uns betrachtet diese Zeit mit anderen Augen. Kontrolle, Einschränkungen, Verzicht, Krankheit und Tod…den ein einen belastet dieses, den anderen jenes mehr. Jeder hat seine persönlichen Gründe und Tragweiten. Klar ist: die meisten fühlen sich im Moment schlechter als vor 2 Jahren. Und jetzt kommt die vorsichtige Relativierung oder auch polemische Frage: was würde meine Oma wohl sagen, würde sie noch leben? Geboren 1903, erlebte sie den ersten Weltkrieg, die spanische Grippe, die Wirtschaftskrise, die Nazis, den zweiten Weltkrieg, den Tod des ältesten Sohnes, die Zerstörung ihrer Heimatstadt, die Hungerjahre nach dem Krieg, zehn Geburten und den frühen Tod meines Opas. Sie hat von früh bis spät gearbeitet, nicht geraucht und nicht gesoffen, immer erst gegessen, wenn die Kinder satt waren, und nie geklagt, so die Überlieferung. Sie starb mit 97 Jahren.

Ich denke, sie würde sagen:’Hör auf zu jammern. Bisse schon geimpft?‘

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11 Gedanken zu „Vorsichtige Relativierung“

    1. Hallo Monika,
      Es liegt im Auge des Betrachters. Worüber wird gerade gejammert? Maßnahmen, Lockdowns, Einschränkungen.
      Brauchen wir deshalb echte Lebenshilfe? Unterstützung, Beistand, Zuhören… ja! Natürlich!
      Aber: Was würden Menschen über unser Jammern denken, die den 1. und 2. Weltkrieg, das Naziregime, die Spanische Grippe, Not und Hunger erlebt haben?
      Und die Überschrift lautet ja: „Vorsichtige Relativierung“.
      Gruß
      Manuela

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      1. Hallo Manuela,
        aus psychologischer Sicht wäre zu erwähnen, dass jedes Problem das einen Menschen beschäftigt ernst genommen werden muss. Was für den einen ein riesen Problem darstellt, ist jemand anderem nicht einmal einen Gedanken wert. So ist es auch nicht damit zu rechtfertigen, was andere erlebt haben. Und es ist ja deutlich erkennbar, welch schlimme psychische Auswirkungen die Maßnahmen für einen Teil der Menschen bedeuten. Ich denke wirklich es steht uns nicht zu mit derartigen Sorgen der Menschen lapidar umzugehen. Ich würde mir das nicht anmaßen!
        Alles Gute!

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  1. All das Gerede von Achtsamkeit und Selbstverwirklichung bringt uns nicht weiter!
    Habt Ihr im Leben wirklich schon mal ein Opfer erbracht? Außer vielleicht Sozialhilfeempfänger, die ehrlich geblieben sind und dafür gedemütigt werden?
    Manchmal ist das Wohl aller wichtiger als die Freiheit des Einzelnen. Ich weiß, wie sich das anhört.
    Aber jeder, der sich nicht impfen lässt, sollte wissen, dass er als biologische Waffe herumläuft! Jeder, der auf seinen gewohnten Auslandsurlaub nicht verzichten kann, sollte sich fragen, warum er einen Job hat, bei dem er permanent auf seinen Burn Out hinarbeitet.
    Man ist groß darin, von Nachhaltigkeit zu sprechen, um seinen Kindern noch eine Welt mit besseren Klima, gesunden Nahrungsmitteln und weniger Energieverbrauch zu hinterlassen.
    Das finde ich superschön! Aber nur mit Lippenbekenntnissen und grellen Werbespots im Fernsehen werdet Ihr es nicht schaffen!
    Änderungen fangen bei einem selbst an. Das war schon immer so. Daran wird sich nichts ändern …

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    1. Hallo Christoph vieles Scheich auch so. Doch denke ich, dass jeder Mensch seine ganz persönlichen Opfer bringt im Leben. Du sicher andere als ich, und umgekehrt. Doch klar ist, dass uns Achtsamkeit gewiss weiter bringt. Alleine schon in zwischenmenschlichen Belangen. Mit urteilen und verurteilen kommen wir schon gar nicht weiter. Liebe Grüße. ☺

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  2. Ach, Monika-Maria Ehliah! Ich habe bis jetzt nicht verstanden, was „Achtsamkeit“ überhaupt ist. Ist das ein neues Modewort, wozu wir für früher Rücksichtnahme sagten? Rücksicht auf eigene und die Grenzen der anderen?
    Habe übrigens noch von keinem Mann gehört, der sich der Achtsamkeit verpflichtet fühlte … Aber das nur nebenbei.
    Ich habe keine Geduld mehr mit der schrecklichen Corona-Lage! Uns allen ginge es besser und wir alle hätten ein leichteres Leben, wenn ALLE Vernunft annehmen würden. Doch in freien Demokratien – und das ist der höchste Wert, will auch ich betonen – gibt es eben auch die Freiheit. Für Egoisten und Dumpfbacken auch! Und mit diesem „Bodensatz“ schaukelt sich immer wieder eine neue Welle der Pandemie auf.
    Ich bin lieber am Urteilen, Schwarzweiß sehen und auch Verallgemeinern statt jeden Tag weiter die Lebensgefahr durch die Unvernunft anderer zu ertragen!
    Es ist nicht nur mein Leben bedroht, sondern auch das aller, die ich liebe! Da hört der Spaß eben auf …!

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