Blog

News

..wie alles begann..

Meinen ersten Blog habe ich im Dezember 2009 gestartet und ich betreue ihn noch immer. Zwar nicht sehr regelmäßig, aber dennoch – er ist noch da 🙂 .

Es war der Beginn meiner Leidenschaft fürs Bloggen. In diesem Blog – „Jac´s Stable“ – geht es um Erlebnisse und Erfahrungen auf unserem kleinen Pferdehof. Außerdem ist es auch noch ein Blog für meinen Mann, der nebenbei ja als Reittrainer unterwegs ist.

Vielleicht habt ihr Lust, meinen neuesten Beitrag in diesem Blog zu lesen.

https://jacsstable.blogspot.com/2019/04/kapitel-124-gentlemens-agreement.html

 

Wurzelstöcke und Baumkronen

Wende

Seit zwölf Jahren warten wir sehnsüchtig auf ihren Besuch. Mein Mann hat sogar vorgefertigte Nester im Pferdestall angebracht. Diese wurden jedoch nicht angenommen. Heuer ist es endlich passiert: ein Schwalbenpärchen will einziehen. Seit einer Woche sind sie tüchtig am Nestbauen. Es sieht mühsam aus, ob es gelingen mag? Diese Stelle am Balken wäre für uns nicht die erste Wahl gewesen für ein Nest. Vor allem für meinen Mann, von Berufs wegen Baumeister, scheint das technisch und statisch ein schwieriges Unterfangen zu sein.

In der Mythologie zählen die Schwalben als Glücksbringer. In China symbolisiert die Schwalbe eine glückliche Beziehung und ein harmonisches Zusammenleben. Weiters steht dieser Singvogel für das „Bleiben und die Ewigkeit“. Ihr Beiwort lautet: „Die schöne Schwalbe, die da bleibet und bleibet in Ewigkeit„, denn sie brütet Jahr für Jahr an der gleichen Stelle. Fliegt die Schwalbe in unser Leben, so kündigt sie eine Zeit des Neubeginns und eine Wendung zum Guten an (in diesen schweren Monaten / Jahren wäre uns allen das zu wünschen).

Frei, scheinbar spielerisch und beschwingt, lädt das Krafttier Schwalbe zu mehr Leichtigkeit im Leben ein.

Gedankengeflüster

Glücksmomente

Ein besonderes Schreibgeschenk habe ich mir anlässlich des „Schreibadvents“ mit Julia Rumplmayr vergangenen Advent gemacht. Das Glücksmomente-Glas.
In diesem Glas darf ich meine herrlichsten Momente über das Jahr sammeln. Manchmal lege ich täglich was dazu, manchmal nur alle paar Tage. Aber das Glas füllt sich. Am Jahresende kann man sich dann die Zeit nehmen, die Glücksmomente nochmals Revue passieren zu lassen.

In diesen vergangenen Wochen des jungen Jahres 2022 nehmen die Schreckensnachrichten scheinbar kein Ende. Manchmal ist es schon am frühen Morgen erschütternd, wenn man die Zeitung liest. Man kann nicht hinschauen, will aber gleichzeitig auch nicht wegschauen.
Was macht das mit mir? Mit uns? Mit den Kindern, Enkelkindern, Freunden, Verwandten, unseren Liebsten? Es gibt „schwere“ Tage, wo das Gedankenkarussel gar nicht mehr enden mag.

Heute habe ich wieder Zettelchen in das Glas gelegt. Denn eines sollten wir nicht vergessen – uns selbst! Wir müssen auf uns und unsere Gedanken achten. An jedem Tag gibt es bestimmt irgendeinen schönen Moment, den man gerne festhalten möchte. Ein Lächeln der Kinder, der Enkelkinder, ein liebes Wort des Partners, ein lustiges, spontanes Treffen mit Freunden, ein Händedruck eines geliebten Menschen, eine Umarmung, eine Yoga-Einheit, anregende Gespräche, ein Satz in einem Buch, der uns berührt, ein frisch entdecktes gesprochenes Wort des jüngsten Enkelkindes, ein Lied, gesungen von der Enkeltochter, die Stimme eines schon lang nicht mehr getroffenen Menschen am Telefon, ein Spaziergang mit dem alten Hund, ein Schnauben des Pferdes beim Striegeln, zwitschernde Vögel im Garten, ein erster Sonnengruß des Frühlings, Verwandte treffen, eine selbst gebackene und gut gelungene Geburtstagstorte für die Tochter, Pläne schmieden, ein frisch geputztes Fenster (ja, auch das kann Freude machen)…… ach, es gibt so vieles, das es aufzuschreiben lohnt.

Und ich mag auch nicht warten bis zum Jahresende, um die Glücksmomente wieder aufblühen zu lassen. Wenn es mir nicht gut geht, dann lese ich ein paar Momente durch, fühle mich in die erlebte Situation hinein, habe Bilder vor meinem inneren Auge und fühle mich gleich besser

Foto: Manuela
Lyrikpfad

Lasst uns…

wieder Schmetterlinge im Bauch spüren,
galoppierende Pferde in der Brust hören.
Lasst uns wieder Gänsehaut über den Körper laufen,
den Ruf von Bussard und Falke im Ohr haben.
Ich will wieder Hummeln sausen sehen,
das Schweifschmeicheln des Hundes auf dem Bein fühlen.
Wir sollten wieder wie junge Geparde über Steppen flitzen,
uns im hohen Gras verstecken, wie kleine Rehkitze.
Lasst uns wieder Kunstwerke kreieren, wie die Spinnen,
oder, wenn notwendig, uns im Laub einigeln.
Gerne wieder ein fröhliches Lied trällern, wie ein Zaunkönig,
gurrend wie die Taube über den Frieden erzählen.
Heimlich, wie ein Steinmarder, durch Nächte ziehen,
und die Lauscher in den Wind recken, wie der Feldhase.
Ich würde gerne klug und scheu sein wie eine Füchsin,
und manchmal lautlos wie die Schleiereule die Umgebung erkunden.
Hi und da wär ich gerne frech, wie ein Eichhörnchen,
um mich wieder zu spüren.
Könnten wir nicht wieder ein Lächeln in das Gesicht der
Mitmenschen zaubern, wie es der Marienkäfer kann?
Wir lächeln zu wenig, grübeln zu viel, sind unsere Herzen
kalt und träge geworden, Gefühle tabu?
Wer liebt, ist verletzlich!
Aber, verdammt – das ist es mir wert.

Foto: Manuela – unser Freund Faith
Gedankengeflüster

Der Schlüssel

Es ist so kalt in den alten Gemäuern dieses historischen Gebäudes. Ich zittere wie Espenlaub und laufe mit eingestecktem Kopf den nicht enden wollenden Gang entlang. Nur kurz blicke ich ab und zu hoch, wenn ich an den Schildern mit der Zimmernummer schaue, um zu sehen, ob ich endlich mein Ziel erreicht habe.
Meine Nase läuft wegen der Kälte, aber das macht nichts, das sieht ja keiner, trage ich ja seit beinahe zwei Jahren diese unfassbar hässlichen FFP2-Schutzmasken.
Durch die hohen Fenster kommt nun schon die Dämmerung gekrochen, draußen fallen dicke Schneeflocken und tanzen durch die Luft. Vor drei Stunden stand ich noch auf zugigen Bahnhöfen, auf den Zug wartend, der mich ins Kloster bringen sollte. In den Abteilen war es auch nicht wirklich warm, meine Winterjacke habe ich deshalb besser nicht ausgezogen. Gemütlich reisen ist anders.

Endlich, nur noch zwei Zimmer weiter, dann müsste ich da sein. Ich stecke meine Hand in die Jackentasche, fühle den kalten Schlüssel mit dem noch kälteren Messingschild, freue mich schon auf ein wohlig warmes Zimmer. Mist! Klappernd fällt der Schlüssel auf den Steinboden, meine Finger sind klamm vor Kälte. Ich schließe ungeschickt auf, in freudiger Erwartung. Ein offener Kamin mit brennenden Holzscheiten darin wäre jetzt eine Wohltat, aber natürlich wird es das hier in den bescheidenen Zimmern nicht geben, wo denke ich hin?
Meine Finger suchen nach dem Lichtschalter, eine steife Brise erfasst mich, lässt meine Haare wirbeln, die Gardinen wehen am Fenster, ich erstarre! Die schwere Tür hinter mir fällt träge und mit Lärm ins Schloss. Ich lasse mein Gepäck fallen und kann es kaum fassen. Hier drin ist es gefühlt kälter als draußen. Das Fenster im Zimmer steht sperrangelweit offen!

Diese kleine Geschichte entstand beim Seminar „Schreiben im Kloster“ mit Agnes Gerstenberg. Ich gebe es zu, ganz so kalt und grausam war es nicht – im Gegenteil: ich fühlte mich sehr wohl im Kloster St. Josef in Neumarkt in der Oberpfalz. Sehr gastfreundlich und vorzüglich geführtes Seminarhaus, das ich jedem nur empfehlen kann. Aber ihr wisst ja, das mit der Phantasie ist immer so eine Sache, die geht manchmal durch mit mir. Außerdem sollten wir einen Text über einen „Schlüssel“ schreiben – zum Aufwärmen am ersten Seminartag.

Bereits das zweite Mal habe ich beim Seminar mit Agnes teilgenommen. Themenschwerpunkte waren u.a.:

Achtsamen Schreiben

Automatisches Schreiben

Autorentreff, Schweigespaziergang

Handwerk – Figurenentwicklung – Dialoge

Offene Lesebühne am Abend – Teilnehmerinnen lesen ihre Geschichten (ja, Agnes, ich bin über meinen Schatten gesprungen, du weißt….. ;))

Ich muss mich nicht wiederholen, meine Begeisterung für die Workshops bei Agnes werdet ihr bereits bemerkt haben. Daher lasse ich noch Bilder sprechen. Aber eines steht fest – es war sicher nicht mein letztes Seminar „Schreiben im Kloster“ mit Agnes. Und natürlich freue ich mich zusätzlich, wenn ich wieder die Ladies von den letzten Kursen treffe: unglaublich tolle Frauen, die wunderschöne Texte schreiben und wo der Austausch wertschätzend stattfindet – die Ruhe im Kloster liefert den passenden Rahmen.

Wie schreibt Doris Dörrie in ihrem Buch „Leben – Schreiben – Atmen“ so schön?

„Wir sind alle Geschichtenerzähler. Während wir Schritt für Schritt weitergehen, ist es wichtig, auf die Umgebung zu achten, auf den Boden unter den Füßen, auf den Himmel über uns und auf die anderen, die gleichzeitig mit uns einen Fuß vor den anderen setzen, bevor wir uns schon wieder von allem verabschieden müssen. Schreibend erinnere ich mich an mich selbst. Schreiben heißt, die Welt einatmen!“

News

Neues Jahr

Unter diesem Motto starte ich ins neue Jahr, welches hoffentlich viele schöne Geschichten bringt.

Damit die Kreativität gleich zu Beginn des Jahres angestupst wird, habe ich mich für das Seminar „Der Intuition folgen – Kreatives Schreiben im Kloster

bei Agnes Gerstenberg ( https://agnesgerstenberg.com/index.html ) von kommenden Freitag bis Sonntag im Stift St. Josef (https://www.stjosef-nm.de/) angemeldet. Ich hatte vergangenen Sommer schon das Vergnügen und freue mich sehr darauf, im wunderschönen, ruhigen Ambiente des Klosters mit einigen „schreiblustigen“ TeilnehmernInnen an Texten zu feilen.