Lyrikpfad

Lasst uns…

wieder Schmetterlinge im Bauch spüren,
galoppierende Pferde in der Brust hören.
Lasst uns wieder Gänsehaut über den Körper laufen,
den Ruf von Bussard und Falke im Ohr haben.
Ich will wieder Hummeln sausen sehen,
das Schweifschmeicheln des Hundes auf dem Bein fühlen.
Wir sollten wieder wie junge Geparde über Steppen flitzen,
uns im hohen Gras verstecken, wie kleine Rehkitze.
Lasst uns wieder Kunstwerke kreieren, wie die Spinnen,
oder, wenn notwendig, uns im Laub einigeln.
Gerne wieder ein fröhliches Lied trällern, wie ein Zaunkönig,
gurrend wie die Taube über den Frieden erzählen.
Heimlich, wie ein Steinmarder, durch Nächte ziehen,
und die Lauscher in den Wind recken, wie der Feldhase.
Ich würde gerne klug und scheu sein wie eine Füchsin,
und manchmal lautlos wie die Schleiereule die Umgebung erkunden.
Hi und da wär ich gerne frech, wie ein Eichhörnchen,
um mich wieder zu spüren.
Könnten wir nicht wieder ein Lächeln in das Gesicht der
Mitmenschen zaubern, wie es der Marienkäfer kann?
Wir lächeln zu wenig, grübeln zu viel, sind unsere Herzen
kalt und träge geworden, Gefühle tabu?
Wer liebt, ist verletzlich!
Aber, verdammt – das ist es mir wert.

Foto: Manuela – unser Freund Faith
Lyrikpfad

Redewendung im August

Es sollten immer positive Gedanken zum Monatsbeginn sein – war geplant. Aber wieso nicht mal eine Redewendung? War ich im Mai / Juni zuversichtlich und habe mich auf einen „altbewährten“ Sommer gefreut, so hat sich leider noch nicht das Gefühl von „ein Sommer wie damals“ eingestellt.

Aber vielleicht schaffe ich es mit dem Sommertagebuch von Julia Rumplmayr (www.schreibkraft.at) das ich allen nur wärmstens empfehlen kann. Viel Raum für Persönliches, viele Seiten für Kreatives, viele Impulse, schöne Gestaltung, ein wunderbarer Begleiter.