Private Wiese

Mutterpflicht

„Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen!“

Mahatma Gandhi

Es stimmt mich unglaublich traurig, was tausende Menschen auf der Insel Lesbos gerade erleiden müssen. Gefühlt zwei Handvoll Flugkilometer von meinem Heimatort entfernt, in Europa (!), müssen Menschen, Babies, Kinder, Hunger leiden. Im Jahr 2020!

Und das Leid geht weiter: ab heute wurde den freiwilligen Helfern vor Ort verboten, irgendetwas zu verteilen. Bis zu 13.000 Menschen sollen in ein Camp, welches für max. 4.000 Menschen Platz bietet. Bei Abgabe von Essen, Wasser, Windeln etc. wird den Helfenden mit empfindlichen Strafen bzw. mit Verhaftung gedroht. Wieso lässt man Griechenland seit Jahren allein? Viele Versprechungen – nichts passiert.

Was ist mit uns Menschen passiert?

Ein weiteres Zitat von Mahatma Gandhi lautet:

„Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt!“

Ich sehe es als meine fühlende (Mutter)pflicht und als meine Pflicht als Oma an, hier dringend zu helfen. Eine Österreicherin ist gerade eben vor Ort in Moria – ihre Worte auf ihrem Blog, ihre Zeilen auf Instagram treiben mir Tränen in die Augen! Vielleicht mögt ihr Doro Blancke unterstützen?

https://doroblancke.at/

Private Wiese

Die wilde Jagd ist beendet

Seit alters her galt die Zeit um Weihnachten als gefährlich. Die Wilde Jagd war unterwegs. Mit Lärmen und Beten, mit Fasten und Essen, mit Handlungen und Unterlassungen, mit Opfergaben und Räucherungen versuchte man, sich vor den Geistern und Gespenstern zu schützen. Hier war sie, die hohe Zeit der Winterdämoninnen, die durch die stürmischen Lüfte sausten, an den Türen und Fensterläden rütteln und an den Herzen der Menschen. 

So berichten es jedenfalls die Sagen. Es gab da die „alte Holle“, die mit den wilden Frauen, mit der Geisterschar und den Seelen der ungeborenen Kinder über die winterliche Erde saust und wegfegt, was keine Kraft mehr hat. In anderen Gegenden ist es die „Perchta“, die als Anführerin der Wilden Jagd nach dem Rechten sieht. Ganze Nächte hindurch kann sie sich einer Faulen auf die Brust setzen und für Alpträume sorgen oder einer Arbeitssüchtigen unerwartet ins Genick springen, bis diese sich besinnt.

Ausschnitte aus „Wild und Weise“ von Ursula Walser-Biffiger

In meinem Blogeintrag In die eigene Seele abtauchen habe ich Ende Dezember 2018 berichtet, wie ich die Raunächte zelebriere. Auch heuer habe ich wieder geräuchert, Wunschzettel dem Feuer übergeben, Tagebuch geschrieben. Und in diesem Jahr waren die Nächte und die Träume besonders intensiv. Manchmal kam es mir vor, als wäre die alte Holle oder die wilde Perchta hinter mir her in den Nächten. Dennoch: die „alten Weiber“ haben mir viele Antworten geschickt und mich intensiv Rückschau / Innenschau machen lassen. So wild und grausam sind sie nicht 🙂 ! 

Letzte Nacht, in der allerletzten Raunacht,  ist mir dann aber doch noch eine wild gewordene Dämonin ins „Kreuz“ (mein übliches, altes Leid mit der Lendenwirbelsäule) gesprungen, bevor sie sich vom Acker gemacht hat. 

SONY DSC

 

Private Wiese

Septembertag

Früh morgens im Pferdestall erscheint mir das erste Krafttier.

Das wundersame Netz des Lebens!

Mit anmutiger Eleganz webt die Spinne Schönheit und Struktur in das Lebensnetz. Sie sagt mir, es ist an der Zeit, meine Träume Wirklichkeit werden zu lassen. 

Sie stellt mir Fragen:

  •  „Hast du dir in Zeiten des Alltagsstresses dein Gleichgewicht bewahrt?“
  •  „Bist du noch in der Lage, auf dein Inneres zu hören?“
  •  „Oder wandelst du ziellos durchs Leben?“

Die Spinne versichert mir, dass mein Leben noch immer von Zauber erfüllt ist. Sie zeigt mir, dass es noch eine Welt gibt, in der mir ein Netz aus seidenen Fäden den Weg weist. Sie webt ein Netz, in dem sich alles zu einem wunderbaren Ganzen zusammenfügt.

Ihre Botschaft:

„Spinne geduldig und gestalte deine eigene, einzigartige Aufgabe, handle mit Ordnung und Struktur und folge deiner Bestimmung.“

Später am Tag, bei einem Familienausflug mit der wunderbaren Tochter, erscheinen mehrere Libellen, umkreisen uns anmutig und verspielt!

Die Wandlung und der Zauber!

Die Libelle ist eng mit der Welt der Elfen und Feen verbunden. Sie lädt mich ein, mich an die vergessene Welt des inneren Kindes, des vertrauensvollen Herzens und des Zaubers zu erinnern. Sie erweckt die Abenteuerlust in mir.

Sie stellt mir Fragen:

  •  „Siehst du auch noch in den kleinsten und einfachsten Dingen des Lebens die Schönheit?“
  •  „Weißt du, dass du all deine Potentiale entfalten kannst?“
  •  „Willst du deinen Lebensplan verwirklichen?“

Die Libelle zeigt mir mit Leichtigkeit und Eleganz, dass ich mit Leidenschaft und Mut meinen Weg gehen soll. Sie erinnert mich an das fröhliche Kind in meinem Inneren und dass ich mich auf einer spannenden Reise voller Wunder und Geheimnisse befinde.

Ihre Botschaft:

„Fliege mit den Farben des Regenbogens durch das Leben. Tanze mit Anmut im Licht der Sonne. Erobere dir, wie das friedliche Kind in deinem Inneren, die Welt zurück und genieße ihre Wunder!“

Abends gehe ich früh schlafen und versinke in einen angenehmen, friedvollen und zauberhaften Traum. Begleitet von meinen zwei Krafttieren dieses wunderschönen Septembertages.

spinne-1

libelle1-1

wd4w_buch-1

Inspiriert aus dem Buch „Weisheit der Vier Winde“ – http://www.weisheitdervierwinde.de/

Private Wiese

In die eigene Seele abtauchen

Mein letzter Blogeintrag im Jahr 2018 enthält einige “ unbezahlte Werbeeinträge“, da ich aus Büchern zitiere und einige Quellen anführe.

In den Raunächten, das ist die Zeit zwischen den Jahren, widme ich mich täglich ganz bewusst der Rückschau und der Vorschau aufs neue Jahr. Die zwölf heiligen Nächte ergeben sich astronomisch durch den rechnerischen Unterschied zwischen Mond- und Sonnenjahr. Der Mond benötigt 29,5 Tage für seinen Umlauf, zwölf mal im Jahr umkreist er die Erde – das ergibt also 354 Tage. Hier fehlen also zwölf Tage (die sog. Raunächte) auf das Sonnenjahr.

Ich darf hier Christine Fuchs zitieren, sie schreibt in ihrem Buch „Räuchern in Winterzeit und Raunächten“: ….. „Der Winter ist körperlich wie seelisch eine anstrengende Zeit. Der Körper schaltet auf Winterschlaf um, der Organismus verlangsamt. Die Seele möchte es nun eher gemütlich, heimelig und warm. Wir lieben Kerzenschein und den Platz am Kamin. ……..Die Zeitqualität des Winters macht uns das persönliche Innehalten leichter. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Stille und Rückzug. Das Räuchern unterstützt das. Wir tauchen in die winterliche Jahreskreis-Themen ein und finden dabei oftmals erstaunliche Inspirationen und Antworten auf tiefgründige persönliche Fragen. Wir tauchen ein in den inneren Seelenraum…….“

Das Ritual des Ausräucherns von Hof, Stallungen und Haus während der Raunächte wird bei mir daheim seit Jahren gelebt. Ganz früher, am Bauernhof meiner Mutter z.B.,  war das nicht nur Brauchtum, die Tiere und Menschen sollten dadurch auch von krankmachenden Geistern, Dämonen und schlechten Energien während der Wintermonate verschont bleiben.

Ich genieße diese Zeit gerade sehr und setze mich täglich hin. Lasse das vergangene Jahr Revue passieren (was war gut, was war traurig, was hat mich verletzt?) und halte Vorschau auf 2019 (was möchte ich anders machen, wo soll mein Fokus liegen?). Unterstützend arbeite ich dazu gerne mit Kartensets, sie regen meine Kreativität an und lassen mich eintauchen in eine andere Welt. Manchmal beantwortet so eine Karte sogar meine offenen Fragen und mit einem Lächeln im Gesicht wird mir vieles klarer. Meine Gedanken zu den Tagesthemen schreibe ich in einem eigenen Raunachtstagebuch nieder und es macht auch unterm Jahr recht viel Freude, darin zu blättern. 

Vor ein paar Wochen habe ich mir das Kartenset „Weisheit der Vier Winde“ (www.WeisheitDerVierWinde.de) zugelegt. Ich kann diesen wunderbaren Schatz nur allen empfehlen, die gerne auf eine Reise in die eigene Seele abtauchen möchten, einen Wegbegleiter suchen, der kraftvoll und zugleich sanft und einfühlsam unterstützt. 

Zusätzlich ist noch Katharina Waibel seit Jahren an meiner Seite – „WildesWeiberWissen“ (https://www.wildesweiberwissen.at/wildes-weiber-wissen/) – sie entführt mich in meine geliebte Welt der Kräuter!

Ich möchte euch gerne einladen, in die magischen Nächte einzutauchen und ein uraltes Ritual zu zelebrieren. Mich bereichern und erstaunen die Raunächte alle Jahre wieder aufs Neue. 

Bevor ich nun wieder mit Eisvogel, Weißdorn, Albatros, Seepferdchen und Sanddorn.… auf die Reise gehe, wünsche ich euch ein angenehmes, gesundes, glückliches Jahr 2019! Ich freue mich, wenn ihr meinem Blog weiterhin treu bleibt, mir „folgt“, und hoffe, dass mich im nächsten Jahr die Muse wieder vermehrt küsst und einige Kurzgeschichten oder Lyriktexte aufs Papier 😉 / auf die Blogseite kommen. 

eure Manuela

raunu00e4chte

Private Wiese

Weihnachten in schwarz

Heuer trage ich an Weihnachten schwarz.

s ehnsüchtig
c hancenlos
h erzerwärmend
w ehmütig
a usgekämpft
r eglos
z ärtlich

Sehnsüchtig an viele Momente denkend, chancenlos, du kommst nicht wieder.
Herzerwärmende Erinnerungen an Tage am Meer, wehmütige Gedanken in mir.
Ausgekämpft hast du, zuletzt reglos – und doch – in zärtlicher Erinnerung an dich!

Heuer trage ich an Weihnachten schwarz.

sw-fotografie-thomas-schwellenbach-landschaft-40

Foto von:

http://www.thomasschwellenbach.de/sw-fotografie/sw-fotografie-schwellenbach-landschaft-40/