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Seminar im Kloster

Vergangenes Wochenende war ich in Neumarkt in der Oberpfalz bei einem wunderbaren Schreibseminar.

„Der Intuition folgen – Kreatives Schreiben im Kloster“ mit Agnes Gerstenberg ( Agnes Gerstenberg )

Die Ruhe und Abgeschiedenheit im Kloster St. Josef bietet die beste Gelegenheit, sich ganz dem Schreiben zu widmen.

Für alle Schreiblustigen, die mir hier folgen: ich kann euch Agnes als Kursveranstalterin sehr ans Herz legen. Mit Begeisterung und Leidenschaft leitet sie durchs Programm, ich habe selten so viel Input und „Werkzeug“ an die Hand bekommen, wie bei Agnes. Ein schweigender Spaziergang zur Kirche Mariahilf, die idyllisch auf einem Hügel über Neumarkt liegt, Schreibmomente unter den Bäumen im Klosterpark, wunderbarer Austausch im Grünen über Texte von Kursteilnehmerinnen, fundiertes Wissen in den umfangreichen Arbeitsblöcken…… und das ist nur ein kleiner Ausschnitt von dem großen Ganzen.

Und nicht zuletzt: es war ein Genschenk, all die anderen Kursteilnehmerinnen kennen gelernt zu haben. Eine wunderbare Gemeinschaft, beeindruckende Ladies, bemerkenswerte Texte! Ich freue mich schon, sie alle ev. im Jahr 2022 wieder zu sehen.

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Geschichten, die die Leser schreiben – Teil 1

Und hier das Ergebnis zum „Kreativ-Experiment“ von Kevin (Nebelferne-Blog). Ich musste schmunzeln – sehr interessant, wo die Reise hingegangen ist mit Bianca und Maja. Ich durfte den Anfang machen und meine Maja kam ja nicht so gut weg 🙂 . Viel Spaß beim Lesen!

Nebelferne

Es ist soweit, ich präsentiere das erste Resultat unseres Gemeinschaftsprojekts.
Wer davon nichts mitbekommen hat oder sich nochmal über die genauen Rahmenbedingungen informieren will, findet hier die letztwöchige Ankündigung.

An der heutigen Geschichte haben folgende Personen mitgewirkt:

Manuela (waldgefluesteronline.com) – Anfang
Mel – Mittelteil
Nicole, die Waldträumerin (diewaldtraeumerin.com) – Schluss

Vielen Dank an euch drei!

(Wenn ich bei irgendwelchen Angaben einen Fehler gemacht habe oder sie aus anderen Gründen anpassen oder ergänzen soll, zögert bitte nicht, mir das mitzuteilen.)

Ich habe die Texte größtenteils so belassen, wie ich sie bekommen habe; nur was die äußere Form angeht habe ich ein paar Angleichungen vorgenommen. Mir war sehr daran gelegen, dass der Lesefluss nicht gestört wird. Aus demselben Grund habe ich auch die von mir vorgegebenen Übergangssätze nicht allzu sehr hervorgehoben, sondern lediglich fett markiert. Es sollte dennoch ersichtlich sein, wo ein Teil aufhört und der nächste beginnt.

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An die Kreativen unter euch

Hier darf ich euch ein Projekt von Kevin – Nebelferne-Blog – vorstellen, an dem ich teilnehmen werde. Das Ergebnis wird die nächsten Tage veröffentlicht. Ich bin ja schon sehr gespannt, was da rauskommt 🙂 .

Nebelferne

Ich hatte da so eine Idee. Und ich könnte mir vorstellen, dass es da draußen Menschen gibt, die diese Idee gar nicht so blöd finden:
Kennt ihr diese dreigeteilten Bilder, bei welchen eine Person den Kopf, eine den Ober- und eine den Unterkörper malt, jeweils ohne die künstlerische Leistung ihrer Mitschaffenden vorher zu begutachten? Neben Stadt, Land, Fluss war das für mich in meiner Kindheit die wahrscheinlich unterhaltsamste Nutzungsweise, die ich mir für Stift und Papier vorstellen konnte. Die Kunstwerke, die dieses Spielchen zutage gefördert hat, haben mich oftmals derart amüsiert, dass ich damit gar nicht wieder aufhören wollte.

Was wäre nun, wenn wir das Grundkonzept dessen auf das Schreiben übertragen, und sehen, was dabei herauskommt?
Für den Anfang würde ich das Ganze in drei Teile splitten, also zwei Übergangssätze formulieren (einen zwischen erstem und zweitem und einen zwischen zweitem und drittem Abschnitt) und mir einen Titel ausdenken. Als Obergrenze…

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Offen gesagt

Ein großer Koffer und eine Reisetasche würden schon im Schlafzimmer bereit liegen. Alle wichtigen Dokumente und Tickets würden gut sortiert, und wahrscheinlich in Klarsichthülle geschützt, neben der Handtasche startklar bereit liegen. Vorher wären noch einige Stunden an der Waschmaschine und am Bügelbrett verbracht worden und die letzten Instruktionen an die Töchter und die Freundinnen gegangen, die sich um die Pferde und den Hund kümmern würden.
Abflug Flughafen München morgen früh.
So lange ersehnt, diese Reise! So gut vorbereitet das Sightseeing. Pünktlich zur silbernen Hochzeit mittendrin im Herzen von Irlands Hauptstadt Dublin.

Unser erster Weg hätte bestimmt Richtung Temple Bar geführt. Am pulsierenden Nachtleben Dublins dichtgedrängt mit vielen anderen Touristen teilhaben, bei ein oder zwei guten Guinness, mit kleinen Schaumbärtchen an der Oberlippe, den malzigen, etwas süßen Geschmack im Kultlokal Temple Bar genießen. An einem kleinen Tisch vor dem Pub die Menschen beobachten, der Live-Musik von irischen Bands lauschen, einen Hauch von meiner Lieblingsband U2 erahnen, so wäre es wohl wunderschön bis spät nach Mitternacht. Wir könnten unser Englisch wieder aufpolieren bei der Unterhaltung mit Einheimischen und ein Glas bester Whiskey würde uns die Zunge lockern.

Am nächsten Tag wäre ich schon sehr neugierig auf St. Patrick’s Cathedral. Sie ist die größte Kirche Irlands und ist das Wahrzeichen von Dublin. Die Kathedrale ist sagenhafte 91 Meter lang und wurde im Jahre 1191 errichtet. Der Schriftsteller und einstige Dekan Jonathan Swift, der unter anderem Gullivers Reisen verfasste, hat hier seine letzte Ruhestätte gefunden. Weiter würde es in Turnschuhen und bequemer Kleidung, mit einem kleinen Rucksack am Rücken, Richtung
Dublin Castle gehen. Das imposante Stadtschloss nimmt einen wichtigen Part in der Geschichte Dublins ein. Das Schloss inmitten der Altstadt stammt aus dem 10. Jahrhundert.
Nach einer gemütlichen Rast in einem guten Restaurant, mit Bedienung und ohne Maske, würden wir aufbrechen zu einer meiner liebsten Besichtigungen:
Das Trinity College mit allem, was dazugehört. Eine der weltweit ältesten Universitäten, welche 1592 eröffnet wurde. Jetzt, während ich das schreibe, stockt mir vor Aufregung der Atem, wenn ich an das absolute Highlight des Colleges denke – die Trinity Library mit dem Long Room. Dieser befindet sich innerhalb der Bibliothek und ist fast 65 Meter lang und beherbergt zahlreiche alte Bücher und Schriften von ungemeinem Wert.
Wenn ich meine Gedanken so weiterspinne, würde ich wahrscheinlich dort irgendwo Platz nehmen und diesen Anblick in mich einsaugen, würde gleichsam am Liebsten alle Bücher in die Hand nehmen, darüber streichen, den Duft einsaugen und mein Herz würde mir bis zum Hals schlagen. Nur wenige verstehen solche Emotionen wegen Büchern, mein Mann würde es verstehen!

Es bleibt weiter anzunehmen, dass ich im Anschluss an dieses wunderbare und einzigartige Erlebnis, etwas Hochprozentiges zu mir nehmen muss. Was bietet sich da besser an, als ein Besuch der Old Jameson Destillery. Hier hätten wir eine Führung mit anschließendem Whiskey-Tasting.

Nachdem dies ein sehr aufregender Tag in Dublin wäre, könnten wir am kommenden Tag eine kleine Auszeit gebrauchen und uns die Küste anschauen.
Der Weg würde uns in den einstigen Fischerort Howth führen, eine nettes Fleckchen Erde Irlands.
Oder auch eine kleine Wanderung entlang der Klippen Richtung Leuchtturm. Wer mich kennt weiß, dass ich das Meer und Leuchttürme liebe. Die steile Küste und die Aussicht vom Cliffwalk über das Meer dürften fantastisch sein.
Achja, oder wie wär´s mit etwas Mystik in Irland? Das gehörte doch auch dazu, finde ich. Am Besten in Glenn Dá Locha – das Tal der zwei Seen. Mitten in den Wicklow Mountains, ca. 50 Km südlich von Dublin. Hier liegt die alte irische Klosterruine und der alte Friedhof. Die Klostersiedlung in Glendalough ist die berühmteste und die wohl Schönste in ganz Irland. Oder aber auch Schloss Malahide Castle besichtigen, das inmitten seiner 100 Hektar großen Gärten thront.

Ganz begeistert bin ich von Irland, von Dublin und der Umgebung.


WENN ich denn auch dort WÄRE!
Letztes Jahr ist die geplante Reise anlässlich unserer Silberhochzeit dem Lockdown zum Opfer gefallen. Ich habe den Städtetrip dann auf dieses Jahr verschoben. Morgen wäre es so weit gewesen. WENN da nicht noch immer Corona wäre.
Eigentlich wären wir morgen in Dublin, sozusagen würde sich für mich ein Traum erfüllen. Streng genommen bin ich aber daheim und sehe mir in Wirklichkeit ein Foto von der Trinity Library mit dem Long Room an. An und für sich lässt sich so eine Reise sicher in einem anderen Jahr nachholen. Aber offen gesagt hängt mir dieses ewige Abwarten, Verschieben, Maskieren, dieses „anderen-nicht-mehr-nahe-kommen-können“, diese fehlende Herzlichkeit schon ziemlich dezent zum Halse raus.


Aber da ich nicht undankbar sein will, freue ich mich eben auf zwei Fixtermine heuer im Juli und im Spätsommer:
Ein Kursplatz für ein Wochenende zum Thema Kreatives Schreiben in der Oberpfalz und ein weiteres Schreibseminar Im Schreiben Ruhe und Kraft finden an einem See warten auf mich.

Bis dahin schau ich mir die Bücher in der Trinity Library am Foto an!

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Frauen

Gestern tönte es aus allen Kanälen – Weltfrauentag.
Ich habe mir selber ein Geschenk gemacht und mir ein Buch anlässlich dieses Tages geschenkt.
Beim ersten Reinlesen gestern Abend sind mir drei Zeilen besonders ins Auge gestochen und haben mich beeindruckt. Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, mag ich ja gern die mystischen Geschichten, in denen es um Göttinnen, „Hexen“, Brauchtum geht. Luisa Francia betont, dass sie lieber über „Zauberinnen“ spricht, als über Hexen (wenn wir uns ehrlich sind, hat das Wort ja tatsächlich durch die Inquisition Schaden genommen). In dem Wort Zauberin liegt ihrer Ansicht nach etwas Zauberhaftes, Wundervolles.

Es gibt drei Frauen, die mein Leben besonders bereichern und bunt machen, die mich prägen und tief berühren. Meine Mama und meine beiden Töchter! Meine Mama ist eine wahre Zauberin, sie hat uns stets Familiensinn, Achtsamkeit und ein respektvolles Miteinander gelehrt und sie ist wunderbar liebevoll und feinsinnig.
Bei meinen beiden Töchtern macht es mir viel Freude, ihre Wege zu betrachten, die sie gehen. Sie sind empathische, kämpferische (im positiven Sinne) Frauen, die wissen, was sie wollen und tüchtig voranschreiten. Sie haben Humor und das Herz am rechten Fleck. Ich bin dankbar, am Leben dieser drei Frauen teilhaben zu können.
Und wenn wir schon vom Herz sprechen: heute las ich die Zeilen von Wolf-Dieter Storl (der gerne über Göttinnen, Pflanzen, Natur schreibt):

Den Weg des Herzens gehen
Das heißt in erster Linie, mit sich selbst ehrlich zu sein, mit sich selbst im Reinen zu sein. Das zu tun im Leben, was einen wirklich interessiert. Das Leben ist viel zu kostbar, um dies nicht zu tun. Das Leben ist ein Geschenk. Das Wort Interesse im wahrsten Sinne des Wortes: inter =mittendrin und esse = sein, Essenz. Im Wesentlichen sein, darum geht es im Leben. Das ist das Beste. Da fühlt sich das Herz wohl und geborgen. Da tun wir von allein das Richtige.

Und nun lese ich wieder weiter im Buch von Luisa Francia. Tipp: sie führt ein Onlinetagebuch – salamandra.de