Gedankengeflüster

Niemand hat mir gesagt, dass…..

diese Erfahrung so gut tut.

Niemals hätte ich gedacht, dass dies so eine Leichtigkeit haben kann. Ich war der Meinung, ich sei dein Lehrer, dein Alpha, ziehe dich groß und bringe dir alles bei.

Geirrt!

Das, was du mich gelehrt hast, wiegt doppelt und dreifach.

Du lässt mich Wurzeln schlagen, zeigst mir, dass ich mir treu bleiben darf.

Du weist mir den Weg, den ich mit Bedacht gehen soll.

Du lernst mir, zu atmen und zu fühlen.

Du bringst mich zum Lachen und schenkst mir Ruhe.

Nie mehr möchte ich diese Jahre missen.

Nie!

Woody, American Quarter-Horse, als Fohlen zu uns gekommen, heute Geburtstag und

13 Jahre jung.

Gedankengeflüster

Christmas Shopping

Seit dem Monat August war es mir zeitlich nicht mehr möglich, an den Monatswettbewerben des Schreiblust-Verlages teilzunehmen. (http://schreiblust-verlag.de/) – damals lautete meine Geschichte „Haus am Meer“ – sie ist hier zu finden:

Haus am Meer

Aus gegebenem Anlass ist mir zum vorgegebenen Thema Dezember wieder etwas eingefallen und meine Geschichte „Christmas Shopping“ nimmt wieder teil. Abstimmung dann immer Ende des Monats. Ich lasse mich überraschen.

Themenvorgabe:

Lasse Dich von folgendem Textschnipsel zu einer Geschichte animieren: „Es war still  im Raum. Ich traf die längst fällige Entscheidung und öffnete die Tür.“

Einen ganzen Urlaubstag habe ich eingeplant für die Weihnachtseinkäufe. Der Freitag ist zwar nicht ganz optimal, aber wird schon klappen. Ich lenke mein Auto Richtung Innenstadt, es geht nur im Schritttempo voran. Hoffentlich ist im Parkhaus des Einkaufszentrums noch genügend Platz. Nun steht es endgültig. Was ist da los? Aaaaaaah, „Friday for future“-Demo der Schulkinder. Jugendliche, Eltern und Lehrer ziehen an meinem Wagen vorbei. Viele mit Schildern in der Hand. Einige Tafeln sind mit Bildern von Greta Thunberg geschmückt. Nun ja, ich war ja auch mal jung und damals – ich überlege mal – vor über dreißig Jahren, habe ich mit Greenpeace gegen das Kernkraftwerk Wackersdorf demonstriert. Ich muss lächeln. Unsere Demos haben damals anders ausgesehen. Rockkonzerte fanden vor Ort statt, wir saßen im Kreis am Boden, irgendjemand hatte einen Joint rumgereicht. Wir waren in jener Zeit ziemlich spärlich informiert – zumindest unsere Clique – und wahrscheinlich hatte ich zu wenig Green in mir, um Peace auch ernsthaft zu leben.

Manche Jugendliche betrachten meinen dieselangetriebenen SUV etwas argwöhnisch. Aber immerhin halten sie selber ihre kostbaren Smartphones, die sicher von den Eltern finanziert werden, in der Hand und verbrauchen garantiert sehr viel CO2. Das beruhigt mich ein wenig.

Endlich komme ich weiter. Das Parkhaus ist berstend voll, aber nach einigen Runden finde auch ich einen Platz. Ich zücke meine lange Einkaufsliste aus der Handtasche, überfliege nochmals alles und erstelle mir meinen Geschäfte-Routenplan im Kopf. Schließlich stehen Kinder, Schwiegerkinder und Enkelkinder auf der Christkindliste, die alle beschenkt werden sollten. Und noch ein paar Dekoartikel wären auch nett, für den Christbaum und rundherum. Wobei mir Weihnachtsdekokaufen heute schwerfällt, denn es ist rundherum grün und hat noch 12 Grad Aussentemperatur. Ich verstaue meine Jacke auf den Rücksitz und ziehe mit Sweater los, die Geschäfte sind sicherlich gut geheizt.
Die weihnachtlich geschmückte Drehtür führt ins Interieur des Centers, hier erfasst mich ein kräftiger, warmer Luftschwall von unten, der meine Frisur ziemlich zerzaust. Mal ganz abgesehen davon, dass eine Frau in meinem Alter ohnehin schon genügend Hitzewallungen ertragen muss, geht mir diese künstliche Wärme komplett gegen den Strich.

Die Gänge sind zum Brechen voll, ich komme nur sehr langsam voran. Viele Familien mit Kindern, Kinderwägen, Hunde an der Leine und Hunde in Tragetaschen blockieren ein flottes Vorankommen. Aus den unterschiedlichsten Lautsprechern ertönen englische Weihnachtslieder, von den Decken hängen riesige Weihnachtskugeln in allen Farben, Girlanden in lila, gold, grün, bunte LED-Lichterketten an künstlichen Christbäumen springen mich an und lassen meine Augen flackern und ich überlege, ob ich meine Sonnenbrille aus dem Wagen holen soll.
Auf den Fluren stehen verstreut viele kleine Marktbuden mit Lebkuchenhäusern, kitschigem Weihnachtsschmuck in den schrillsten Farben, Kinderspielzeug aus Plastik und Plüschhunde, die bellen. Mir wird flau im Magen.
Endlich erreiche ich laut selbst gestaltetem Routenplan meinen ersten Shop. Ein paar Kleidungsstücke für die zwanzigjährige Tochter, die gerade so hipp unterwegs ist, möchte ich hier besorgen. Schon beim Betreten des Geschäftes kommen mir die unterschiedlichsten Duftschwaden entgegen. Hier scheint es wohl das Modelabel besonders gut zu meinen und versprüht durch unsichtbare Ventile das hauseigene Markenparfum auf die Kunden. Viele Damen drängen sich an den Kleiderständern des Discounters und manche sind wohl schon länger und in Synthetikware unterwegs, denn ihr Deo scheint versagt zu haben. „Jingle Bells“ dröhnt an mein Ohr, zum gefühlten fünfundzwanzigsten Mal in den letzten zehn Minuten. Ich streiche über einen scheinbar schicken Pullover in der winterlichen Farbe „beige“ – das Teil würde der Tochter sicher gut stehen. Meine Nackenhaare stellen sich plötzlich auf, was ist denn das für ein grauenhaftes Garn? Ich schiele auf das Etikett im Halsausschnitt, „Made in Asia“.
„Wahrscheinlich Bangladesch“, denke ich. Und schon kommen meine Gehirnwindungen in Gang: ich sehe vor meinem inneren Auge Bilder vom kürzlichen Bericht im Fernsehen, den ich mit meinem Mann angesehen habe. Der Einsturz des Rana Plaza-Fabrikgebäudes in Bangladesch vor sechs Jahren, bei dem über tausend Menschen ums Leben kamen und über zweitausend verletzt wurden, darunter sehr viele Kinder. Bilder vom Zusammenbruch des achtstöckigen Gebäudes, in dem sich etliche Bekleidungsfabriken befanden, die weltweit Markenhäuser belieferten. Dies war einer der schwersten Unfälle in der Geschichte der Textilindustrie.
Mich erfasst Übelkeit. Ich muss raus hier!

„Hey, pass doch auf!“, fährt mich eine Frau mit großem Einkaufskorb aus pinkem Kunststoff an, aus dem schon ein großer Kleiderturm überquillt. Ich hätte ihre kostbaren Errungenschaften beinahe auf den Boden gekippt in meiner Eile.
„Entschuldigung“, bringe ich gerade noch über die Lippen, bevor ich auf den Gang laufe.
„Wo zum Geier gibt es hier ein Fenster, das ich öffnen kann?“, denke ich gerade, als der Weihnachtsmann mit Glocke an mir vorbeischlendert und „Ho,ho,ho!“ ruft. Er schleppt einen Jutesack hinterher und seine trüben Augen schauen emotionslos in die Ferne.
Tief durchatmend versuche ich meine Contenance wieder zu erlangen und gehe nun langsamer weiter. Das Kinderspielwarengeschäft muss um die Ecke sein. Vielleicht findet sich ein hübsches Geschenk für die zweijährige Enkelin und den sechs Monate jungen Enkelsohn? Irgendwas Nettes aus Holz oder Filz. Da muss doch was zu finden sein, verflixt!

„We wish you a merry christmas“, drängt sich unaufhaltsam an die Ohren und meine Augen schmerzen schon wieder bei den zahlreich blinkenden Weihnachtsdekorationen. Ein lebensgroßer Santa Claus in einer Kutsche, davor sind Rentiere aus Plüsch gespannt, wahrscheinlich auch in Originalgröße – ich weiß das ja nicht, habe noch nie Rentiere in natura gesehen – diese Deko steht inmitten des großen Spielwarenladens.
Ich quetsche mich durch die Abteilung, mein Kopf schmerzt und meine Ohren dröhnen. Ganz zu schweigen vom Augenflackern, das mittlerweile zunimmt. Ich fühle, wie sich meine Kehle zuschnürt, mein Mund ist ganz trocken und meine Hände beginnen zu zittern. Eine Hitzewelle erfasst mich, mein Gesicht wird rot und die Schweißperlen schießen aus meinen Poren. „Hoffentlich hält mein Deo“, denke ich. Auf einem kleinen, blauen Sofa nehme ich Platz, das muss wohl die Jungenabteilung sein, denn hier ist alles in „blau“ gehalten. Meinen Kopf an die Rückwand aus hellblauer Synthetiktapete gelehnt, starre ich in den Raum.
„Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“, rieselt nun aus den Lautsprechern. Ich muss mal für ein Weilchen die Augen schließen, vielleicht wird es dann besser.
„Hallo? Geht es Ihnen gut?“, höre ich plötzlich eine Stimme. Eine junge Verkäuferin mit roter Weihnachtsmannmütze auf dem Kopf, kess zur Seite gerückt natürlich, damit die lockigen, schwarzen Haare gut zur Geltung kommen, beugt sich zu mir herunter. Ich muss ein jämmerliches Bild abgeben.

„Ja, danke. Alles gut! Lieb, dass Sie fragen“, sie zuckt die Schultern und geht weiter. Rückt hier einen Teddybären auf einem Stapel bunter Bilderbücher gerade, stellt umgekippte Plastiktiere eines Miniaturbauernhofes wieder auf die Hufe und verlässt in der hinteren Ecke mit Playmobilkartons mein Sichtfeld. Was gäbe ich jetzt für einen Cappuccino und eine Zigarette. Aber seit Neuestem ist hier in Österreich ja auch das Rauchen in Lokalen verboten und ich verkneife mir mein Verlangen.
Langsam verlasse ich das Einkaufszentrum, dränge mich vorbei an den Warteschlangen vor den Fast-Food-Ketten und erreiche durch die Luftschwall-Drehtür das Parkhaus. Nun sehe ich sicher endgültig aus wie Cruella de Vil aus 101 Dalmatiner! Ich setze mich in das Auto, höre „Let it Snow, Let it Snow“ aus der Soundanlage, schalte den Radioknopf auf „Off“ und fahre gemächlich nach Hause.

Mein Hund begrüßt mich freudig schwanzwedelnd daheim.
„Na, dass ich jetzt schon da bin, damit hast du wohl nicht gerechnet?“. Sanft streichle ich über das weiche Fell. Meine Haut an den Händen leitet dieses zarte Gefühl gleich an mein Herz weiter! Mir wird wohlig warm. Es ist völlig still im Raum. Ich treffe meine längst fällige Entscheidung und öffne die Tür ins Wohnzimmer. Hier, in dem großen Schrank ganz unten, in der letzten Lade, da müssen sie sein. Etliche Brettspiele aus längst vergangenen Tagen. Fein säuberlich sortiert und aufgehoben.
Ich setze mich auf den Fußboden und hebe die Deckel jedes einzelnen Spieles hoch. Ich denke an zahlreiche lustige, spannende Abende mit der Familie. Stunden haben wir geredet, geblödelt, liebevoll beim „Mensch-ärgere-dich-nicht“ die Spielfiguren aus dem Brett geweht bei der richtigen Zahl, haben uns gefreut über Siege, haben gelacht über die Niederlagen. Es war gemeinsam verbrachte, wertvolle Familienzeit zu Weihnachten. Die Kekse am Tisch, eine Kerze hat sachte geflackert und vorher standen wir am Christbaum, sangen „Stille Nacht, heilige Nacht!“, und überreichten uns selbst gebastelte, liebevoll gestaltete Geschenke. Unter dem Baum war eine wunderschöne Krippe, der Miniaturstall aus Rinde und Moos gearbeitet mit der Heiligen Familie aus handgefertigten Tiroler Holzfiguren und dem Christuskind in einer bescheidenen Wiege. Ochs und Esel und die Heiligen aus dem Morgenland durften natürlich auch nicht fehlen.

Heuer wird es wieder solche Weihnachten geben. Diese Entscheidung habe ich soeben getroffen.

faith

Gedankengeflüster

Der letzte Buckaroo

Hinkend lief Mark mit staubigen Reitstiefeln den Weg entlang. Mit einer Hand hielt er sich die Hüfte und betrachtete das kaputte Smartphone in der anderen Hand.
„Verdammter Mistkerl!“, dachte er.
„Nugget! Komm` zurück!“, rief er energisch. Er nahm den Cowboyhut vom Kopf und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Stöhnend hielt er inne und lauschte Richtung Wald, der sich am Fuße der schneebedeckten Berge ausbreitete. Außer dem entfernten Rauschen des Wasserfalles in den nahegelegenen Mesa Falls war nichts zu hören. Mark musterte seinen zerrissenen Ärmel und die darunterliegende, abgeschürfte Hautstelle am Ellenbogen.
„Wenn ich den erwische, der kann was erleben!“, nuschelte er mit zittriger Stimme.
Plötzlich hörte er ein Knacksen.
„Nugget?“

Über eine Anhöhe, die in der Nähe des Waldrandes lag, kam ein Reiter auf ihn zu. An seiner Seite führte er Nugget als Handpferd. Der Mann mit dem breitkrempigen, dunkelgrauen Hut saß aufrecht im Sattel und hielt die edel geflochtenen Lederzügel sachte in den braungebrannten, gekrümmten Fingern der linken Hand. Sein Pferd glänzte in der Abendsonne, ein wunderschönes Tier mit eindrucksvollem Gehabe, einer dunklen Mähne und majestätischen Bewegungen. Mark hatte noch nie so ein elegantes, stolzes Pferd gesehen! Sie kamen näher und Mark konnte nun auch das Gesicht des Mannes erkennen. Bärtig, braun und faltig, die Gestalt schmal und hager, mit gepflegten Lederchinks über den Jeans und einem roten Hemd mit schwarzem Seidentuch um den Hals. Das Tuch wurde von einer silbernen Schmuckspange zusammengehalten, in der sich die Sonne spiegelte.
Er hielt neben Mark an, begrüßte ihn mit einem herablassenden Lächeln, mit dem selbstbewusste ältere Männer eben jüngeren Männern in Idaho begegneten, und fragte:
„Ist das dein Pferd?“
An der Seite von Mark wurde Nugget zunehmend unruhig. Sein Hals war schweißnass und sein Atem ging in schnellem Tempo. Mark näherte sich ungeschickt, wollte die Zügel fassen. Prompt wich der Rappwallach einige Schritte zurück, seine Augen waren geweitet und er schnaubte laut.
„Ja, Sir. Also eigentlich nein, Sir. Das ist das Pferd von Jim, ich hab` es mir geliehen. Dort vorne hat mich dann der Gaul ohne Grund abgebockt und das Weite gesucht!“
„Soso, einfach abgebockt.“ Als Mark noch immer nicht in der Lage war, nach den Zügeln zu greifen, geschweige denn in den Sattel zu steigen, ritt der alte Mann, wieder die Zügel von Nugget haltend, einfach los.
„Folge mir.“
Mark lief, so schnell ihm das möglich war, hinterher.
„Moment, Hallo! Wohin denn? Kann ich nicht aufsitzen? Ich bin verletzt.“
Der Reiter reagierte nicht und ritt Richtung Wald.
Nach etwa zehn Minuten erreichten sie eine kleine Lichtung. Der Mann stieg ab und führte beide Pferde zu einer abgebrannten Feuerstelle, auf der eine alte Kaffeekanne stand. Mark warf den Hut in die Wiese, stützte seine Hände auf die Knie und atmete lautstark.
„Komm` und sattle dein Pferd ab“, murmelte der Mann.
„Ich sollte jetzt aufbrechen und heimreiten, meinst du nicht?“
Der Mann wandte sich um und sah Mark mit zusammengekniffenen Augen direkt ins Gesicht. „Okay, mein Einwand scheint nicht geduldet zu sein“, dachte Mark.
Mit vor Erschöpfung zittrigen Fingern näherte sich Mark dem Sattelgurt, Nugget wich sogleich zur Seite.
„Mensch, Nugget, jetzt halt doch mal still. Das kann doch nicht wahr sein! Was ist denn heute bloß los mit dir? Lass dir mal…..“.
„Hör auf mit dem Gequatsche. Das interessiert ihn nicht!“ Der alte Mann legte seinen Sattel sorgsam auf eine Decke und ging zu Nugget, sattelte ihn ab und verstaute alles am Boden, dann nahm er dem Pferd die Trense aus dem Maul. Nugget hielt völlig still und senkte den Kopf.
„Aber wenn sie nun frei sind, laufen die dann nicht weg?“, fragte Mark.
„Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir“, entgegnete der Mann.
„Ich erwähnte bereits, dass er nicht mir gehört“, wandte Mark ein.
„Lass ihn mal den Kopf frei bekommen. Das hat er dringend nötig.“
Als sich der Mann zur Lagerstelle begab, gingen beide Pferde ruhigen Schrittes grasen. Jetzt bemerkte Mark den gebückten, unsicheren Gang des alten Herren und dessen O-Beine.
„Im Sattel stolz und anmutig, zu Fuß ein alter, gebrechlicher Mann“, stellte Mark in Gedanken fest. Menschen zu beobachten war Marks Job und er konnte das gut.
„Ich heiße Dave. Willst du Kaffee?“. Der Mann bückte sich zur Kanne und goss in eine alte Tasse etwas braune Brühe ein.
„Nein, danke. Ich heiße Mark und sollte jetzt wirklich aufbrechen. Jim wird sich Sorgen machen.“
Dave setzte sich auf einen Baumstumpf und nahm einen Schluck aus der Tasse.
„Du bist also bei Jim drüben auf der Ranch. Bist du Tourist?“
Mark trat von einem Bein auf das andere, beobachtete die Pferde, die nun etwas weiter weg Richtung eines Bachlaufes marschierten und dort vom Wasser tranken.
„Nein, Jim und ich sind alte Jugendfreunde. Ich wohne bei ihm für eine Weile, um hier zu arbeiten.“
„Was ist das für eine Arbeit?“, wollte Dave wissen.
Mark holte tief Luft, eigentlich war er nicht in Stimmung für Small-Talk. Dennoch nahm er gegenüber dem alten Mann auf einem weiteren Baumstumpf Platz.
„Ich arbeite an einem Buch. Es handelt von Cowboys im Westen. Bin etwas unter Zeitdruck, weil mir der Verlag schon auf die Pelle rückt. Es ist sehr hilfreich, dass ich bei Jim arbeiten kann, wollte nämlich auch am Pferd sitzen, damit ich meine Protagonisten hautnah beschreiben kann.“
Dave schmunzelte ein wenig, zündete sich mit arthritischen Fingern eine Zigarillo an und betrachtete die Pferde.
„Nugget ist ein feiner Kerl. Sehr sensibel und aufmerksam.“
„Kennst du ihn schon länger?“, wollte Mark wissen.
„Ich brauche ihm nur in die Augen zu sehen.“
Mark scharrte etwas verlegen mit einem Stiefel im Staub.
„Wie war das mit dem Bocken? Erzähl mal“.
„Naja. Ich ritt so des Weges im gemütlichen Schritt. Bin ja schon öfter mit ihm geritten die letzten Wochen. Bekam dann eine Mail auf mein Handy und hab nachgesehen. Auf einmal wurde Nugget nervös und tänzelte und wurde zappelig. Hab dann versucht, ihn am Zügel zu bremsen, und Jim meinte, manchmal schadet ein kleiner Sporeneinsatz nicht, um ihn wieder runterzuholen.“
Dave fing sachte und aus tiefer Kehle an zu lachen.
„Und dann hat er einfach so gebockt, was?“ Er lachte weiter und wischte sich eine Träne ab.
Die Pferde waren mittlerweile in den Wald verschwunden, nur ab und zu war ein leises Knacken zu hören. Dave beunruhigte das in keiner Weise, nur Mark stand auf und hielt Ausschau.
„Was stand denn da so in der Nachricht auf dem Telefon?“, fragte Dave.
„War geschäftlich. Wieder der Verlag, der endlich einen Vorentwurf braucht. Ich komme aber nicht weiter. Hänge diesmal gewaltig fest mit der Story.“
„Wie hast du dich gefühlt, als du die Nachricht gelesen hast?“ Mark setzte sich wieder und dachte ein Weilchen nach.
„Weiß nicht, geärgert habe ich mich wahrscheinlich.“
Dave beugte sich zu seiner Satteltasche und kramte eine silberne Brustflasche hervor. Er reichte sie Mark.
„Hier, nimm einen Schluck und versuche zu entspannen.“
Mark fühlte die ölige, intensive Flüssigkeit die Kehle hinunter gleiten. Ein angenehmer, kräftig-beeriger und rauchiger Geschmack machte sich breit, feinster Whisky!

„Bist du nun bereit für ein paar Worte?“, fragte Dave. Ohne eine Antwort abzuwarten, sprach er weiter.
„Entspannung gepaart mit gegenseitigem Vertrauen sind die Standbeine der Ruhe im Pferd. Setze dich nie in Hektik in den Sattel. Übertrage keine unnötigen Erregungen auf das Tier. Es gibt immer einen Grund für jede Bewegung, Regung und Handlung des Pferdes. Nur, wer sich Zeit und Mühe nimmt, wird Erfolg haben. Ein richtiger Horseman benimmt sich nicht dominant und aggressiv. Und bedenke: Dein Pferd ist dein Spiegel. Es schmeichelt dir nie. Es spiegelt dein Temperament. Es spiegelt auch deine Unsicherheiten, deinen Frust. Ärgere dich nie über dein Pferd, du könntest dich genauso gut über dein Spiegelbild ärgern! So einfach ist das, Mark.“
Dave schaute Mark fest in die Augen. Es war ein wissender, sanfter Blick mit enorm viel Wärme. Plötzlich bemerkte Mark auch den Schalk, der in den graublauen Augen des alten Mannes aufblitzte, ein lebensfroher Mensch mit einer großen Verbundenheit zu den Pferden. Mark meinte sogar, die Silhouette eines Pferdes zu erkennen, die sich nun in den Augen spiegelte.
„Na, da seid ihr ja!“, sprach Dave und erhob sich. Nugget und das Pferd von Dave standen hinter Mark. Völlig ruhig und entspannt, Mark hatte sie nicht einmal kommen hören.
„Dann wollen wir Jim nicht länger warten lassen“, meinte Dave.
Die Männer sattelten ihre Pferde und Nugget hielt jetzt ganz still.
„Ich werde dich begleiten“, meinte Dave. Mit einer geschmeidigen, ruhigen Bewegung stieg er in den Sattel und wartete auf Mark.
„Bescheidenheit und Demut, Mark. Reite dein Pferd stolz und mit Würde. Lass es strahlen!“ Mark wurde plötzlich ganz mulmig zumute. Wieso hatte er sich nie näher Gedanken über das Wesen der Pferde gemacht?

Der Ritt über den Waldweg und später über die staubige, schmale Landstraße verlief in völliger Ruhe. Dave sprach kein Wort. Er streichelte manchmal unauffällig über den Widerrist des Pferdes und nun war er auch nicht mehr der alte Mann, er war eine Einheit mit seinem Wallach und beide, Pferd und Reiter, wirkten unglaublich imposant und erhaben. Nugget trottete aufmerksam hinter ihnen her.
Jim stand in der Einfahrtsstraße zu seiner Ranch und wartete. Dave hob die Hand zur Hutkrempe und tippte kurz daran:
„Jim!“
„Dave. Es ist mir eine Ehre!“
Mark stieg vom Pferd und bedankte sich für die Begleitung. Es war ihm seit langer Zeit endlich warm ums Herz und er spürte eine unendliche Zufriedenheit. Sanft strich er über Nuggets Hals und schaute Dave nach, der wieder seines Weges ritt.
„Na, Mark? Alles okay bei dir? Wo hast du denn Dave aufgegabelt? Ihn sieht man sehr selten. Er ist einer der letzten Buckaroos hier bei uns und ein unglaublich guter Horseman.“
„Ja, ich weiß. Und ich weiß jetzt endlich, wie ich mein Buch schreiben werde.“

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Diese Geschichte habe ich anlässlich des Juli-Wettbewerbes zum Thema „Spiegelungen“ beim Schreiblust-Verlag eingereicht. Unter 39 Teilnehmern erreichte sie Rang 5.

Der Text ist einem ganz besonderen Horseman gewidmet, Jean-Claude Dysli. Er war unser Lehrmeister und einige Zitate in dieser Geschichte stammen von ihm. Sie haben sich uns tief eingeprägt und begleiten uns täglich bei unserer Arbeit mit den Pferden. Danke, Jean-Claude! Es war uns eine Ehre, dich kennengelernt zu haben. 

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Jean-Claude Dysli (* 1935; † 15. Dezember 2013)

 

Gedankengeflüster

Logbuch der Pinta

September:

Noch immer kein Flaggschiff in Sicht. Seit Wochen durchqueren wir als Teil der Armada den Atlantik. Die Niña, navigiert von meinem Bruder, ist stets an unserer Seite. Meine Karavelle ist das schnellste der Schiffe. Als wir am Donnerstag, den 6. September von der Insel Gomera aus in See stachen, gab es noch eine heftige Debatte mit dem Flottenführer. Er hat mich zu überreden versucht, der Mannschaft stets viel weniger Seemeilen bekannt zu geben, als wir tatsächlich segelten, damit die Besatzung nicht den Mut verlieren würde, falls die Reise zu lange dauern sollte. Darauf wollte ich jedoch nicht eingehen. Die Santa Maria mit Flottenkommandant Don Cristóbal ward seither nicht mehr gesehen.
Täglich finden wir auf unserer Reise nun Hinweise auf Land. Gestern, gegen zehn Uhr morgens, ließ sich ein Pelikan auf den Hauptmast nieder. Diese Vögel pflegen sich nie mehr als 80 Seemeilen vom Lande zu entfernen. Vielleicht haben wir Indien bald erreicht.

Mein erster Offizier macht sich seine Gedanken wegen der Santa Maria.
„Was meinst du, Martin, wollte der Kapitän uns abhängen? Hat er bewusst eine andere, schnellere Route gewählt und uns eine alte Seekarte überlassen?“
„Warum sollte er das tun?“, frage ich etwas zweifelnd.
„Du hast die Rede des Herrscherpaares vor unserer Abfahrt gehört? Die Auszahlung eines lebenslänglichen Ruhegehaltes von 10 000 Maravedis an denjenigen, der zuerst Land entdeckt.“
Ich gehe nicht näher auf diese Gedanken ein und mache mich ans Navigieren. Weiß der Himmel, was Don Cristóbal ausheckt.

28. September:

Endlich kreuzen wir mit der Santa Maria. Wir fahren mit Kurs West-zu-Nord und haben eine unstete Brise, kommen nicht vorwärts. Ich lasse mich heute mit einem Boot zur Santa Maria bringen. Kapitän Cristóbal erwartet mich bereits. Er hat ein argwöhnisches Grinsen aufgesetzt, als ich sein Schiff betrete.
„Mein lieber Martin! Na, wo warst du denn?“, begrüßt er mich. „Das frage ich dich, wenn es erlaubt ist“, entgegne ich und erweise mit einer höflichen, aber sehr kurzen Verbeugung meine Wertschätzung. Mein Bruder Vicente von der Niña steht bereits an seiner Seite und fragt:
„Könnten wir die Seekarten vergleichen, Don Cristóbal? Vielleicht klärt sich dann alles auf.“
„Meine geschätzten Kapitäne, wir vergleichen gar nichts. Wir segeln alle weiter in der Hoffnung, endlich Land zu sehen. Und seid euch gewiss – die Santa Maria wird als Flaggschiff die Aufgabe erfüllen! Von diesem Schiff aus wird auch Land entdeckt! Haben wir uns verstanden?“ Mit einer winkenden Geste gibt er uns zu erkennen, dass die Besprechung nun vorbei ist. Ich bin etwas verwirrt, um ehrlich zu sein.

Oktober:

Wir sichten viel grünes Gras, es handelt sich um Gras, das in salzarmen Buchten wächst oder in Flussnähe, jedoch nicht am Meer. Auf die Pinta kam aus West-Nordwest wieder ein Pelikan angeflogen und setzte seinen Flug nach Südosten fort, woraus man entnehmen kann, dass er von in westnordwestlicher Richtung gelegenem Lande abgeflogen sein muss.
Die letzten Tage über herrschte Windstille, das Meer ist spiegelglatt, wie ein ruhiger Strom und die Luft weich und mild. Nun kommt aber endlich Wind auf, diesen habe ich unbedingt nötig gehabt, muss ich doch meine Mannschaft stets zur Weiterfahrt antreiben, da sie der Ansicht ist, dass in diesen Gewässern keine Winde gehen, die geeignet wären, die Schiffe nach Spanien zurückzubringen.

10. Oktober 1492:

Es ist ein Wunder geschehen! Bei Sonnenuntergang sehe ich vom Heck meiner Karavelle endlich Land! Ich rufe Don Cristóbal auf der Santa Maria zu, er möge mir die versprochene Belohnung zukommen lassen. Zuerst will er mir nicht glauben, aber als auch die Mannschaft der Niña meine Wahrnehmung bestätigt, warf sich der Flottenführer auf die Knie, um Gott Dank zu sagen, meine Mannschaft betet zur gleichen Zeit das „Gloria in excelsis Deo“. Die dreißig Leute der Niña klettern sodann auf die Masten und Wanten und behaupten samt und sonders, Land vor sich zu sehen.

11. Oktober:

Bei Sonnenaufgang hissen wir die Flagge am Großmasttop und feuern eine Bombarde als Signal ab, dass Land in Sicht gekommen sei. Der Flottenkommandant ordnet an, dass die drei Schiffe Seite an Seite fahren sollen. Weiters kommt die Anordnung, die westliche Kursrichtung aufzugeben und Kurs auf West-Südwest zu nehmen, was ich nicht verstehen kann.
Da meine Karavelle schneller ist und ich das Seite-an-Seite-fahren nicht halten kann, kommen wir zuerst nähe Landes.
Die ganze Besatzung der Armada singt laut und voller Ehrfurcht das „Salve Regina“. Wir holen alle Segel ein und fahren mit nur einem Großsegel. Dann legen wir bei und fahren mit Booten zu einer Insel, die in der Indianersprache „Guanahaní“ heißt.
Wir gehen an Land und erblicken in der Ferne nackte Eingeborene. Don Cristóbal Colón entfaltet die königliche Flagge und ruft:
“Im Namen des Königs und der Königin – ich, als Kapitän der Santa Maria, habe dieses Land entdeckt und ergreife Besitz hierüber!“ Ich staune nicht schlecht, war es doch nicht er, der zuerst Land entdeckte, sage aber nichts dazu, denn bald sammeln
sich zahlreiche Inselbewohner um uns.

In den folgenden Wochen erkunden wir das Land, die Eingeborenen werden mit Hand-zeichen ausgefragt und wir treffen uns immer wieder mit unterschiedlichen Anführern der Indianer, um uns auszutauschen. Es entstehen Freundschaften zwischen mir und den Häuptlingen, wo hingegen Don Cristóbal die Menschen herablassend behandelt. Ich bin auf der Suche nach Gewürzen, Seide und anderen Reichtümern, von denen er vor unserer Reise mir so ausgiebig vorgeschwärmt hatte. Immerhin bin ich nicht nur Kapitän der Pinta, sondern auch Kaufmann und Handelsherr.

Ende November:

Mein Unmut wächst von Tag zu Tag. Ich besegle unterschiedliche Inseln, derer hier zahlreich vorhanden sind, jedoch machen die Einheimischen ein Geheimnis daraus, wo sich denn nun Gold und andere Schätze befinden.

Don Cristóbal hat heute Abend zum Gespräch auf die Santa Maria eingeladen.
„Meine Herren! Ich hege einen Plan, den ich mit euch teilen möchte, da ich hierzu eure Hilfe benötige. Wir wurden die letzten Wochen nicht fündig an Schätzen und bin zu folgender Erkenntnis gelangt: Die Indianer gehen nackend umher, so wie Gott sie erschaffen, Männer wie Frauen. Sie sind Wilde und alle noch sehr jung, gut gewachsen, haben einen schön geformten Körper.“
„Worauf willst du hinaus?“, wende ich ein.
„Ich hege den Gedanken, einige dieser Eingeborenen nach Spanien mitzunehmen, habe mittlerweile schon welche ergreifen lassen und sie sollen dort unsere Sprache lernen und den christlichen Glauben annehmen. Die königlichen Hoheiten werden mir alsdann den Befehl erteilen, diese Leute im Namen Gottes wieder zurückzubringen und sie hier auf ihren eigenen Inseln als Sklaven zu halten und uns zu helfen, Kolonien zu erbauen.“
Der Kommandant redet sich zunehmend in Rage.
„Aber unsere Schiffe sind zu klein, um mit so vielen Indianern nach Spanien zu segeln. Wie soll das gehen?“, fragt nun mein Bruder.
„Wir lassen unsere halbe Besatzung hier, diese bauen unterdessen mit den Einheimischen gemeinsam Siedlungen und bereiten alles vor, bis wir unter Zusage unserer Hoheiten wieder nach Indien segeln. Vielleicht schon im nächsten Frühjahr. Dann müssen wir mit einer sehr großen Armada segeln, um Frauen, Männer, Kinder und Haustiere hierher zu bringen. Und wir verbreiten hier das Christentum. Mich dünkt, dass diese Wilden gar keine eigene Religion besitzen!“

Es herrscht betretene Stille! Ich kann es nicht fassen. Niemals war von solchen Plänen die Rede, als wir in See gestochen sind, um Indien zu suchen und Kostbarkeiten für den Seehandel in Gang zu bringen.
„Das ist Sklaverei und Menschenhandel! Davon war nie die Rede!“, antworte ich.
„Davon hast du keine Ahnung, Martin. Du bist ein einfacher Kaufmann und kannst wohl auch ein Schiff navigieren. Aber über Landeroberung weißt du gar nichts. Wir müssen unserer Krone zu großer Herrschaft verhelfen!“. Er scheint nun völlig von Sinnen, springt auf und läuft um den großen Tisch zu mir herüber, auf seiner hohen Stirn und auf der Adlernase sind Falten des Zornes ersichtlich.
„Ich bewundere deinen Entdeckerdrang und den Mut, in unbekannte Gewässer vorzu-stoßen, Don Cristóbal. Aber diese Vorhaben will ich nicht unterstützen. Dein religiöser Eifer wird in einer Katastrophe enden. Diese Menschen sind so völlig anders, sie sind glücklich mit ihrer einfachen Lebensweise. Lassen wir sie in Ruhe.“ Ich will gerade gehen, als er mich am Arm packt.
„Du verrätst das Land und die Krone? Du verweigerst die Ausbreitung des Christentums? Wahrhaftig? Verräter!“ Er faucht es mehr, als er es spricht.
Ohne ein weiteres Wort verlasse ich die Santa Maria, kehre auf mein Schiff zurück, lasse noch in dieser Nacht Anker lichten und trete die Heimreise an.

***

Brief meines Freundes Bartolomé de Las Casas, im Jahre 1525:

„Mein lieber Freund Martin,

du hast es geahnt und es ist wahrlich so gekommen. Die Verwüstung Westindiens durch Massenmorde, Ausbeutung und Vergewaltigungen war in vollem Gange. Eingeschleppte Krankheiten durch die Spanier, die schonungslos des Goldes wegen hierher kamen und nicht, wie geplant, wegen Landwirtschaft und Kolonialisierung, ließen die Einwohnerzahl sinken. Die Pläne von Kolumbus lösten eine demografische Katastrophe aus. Er hat durch seine Haltung und sein Verhalten den Grundstein für eine der größten Katastrophen aller Zeiten gelegt. Die Ureinwohner wurden beraubt, unterdrückt, ausgebeutet und ausgerottet. Die Bevölkerungszahl Hispaniolas sank von 400.000 auf heute kaum noch 200. Ich bin ehrlich, wenn ich dir meine Auffassung hier in größter Trauer mitteile: Die Motive von Kolumbus standen und stehen in engem Zusammenhang mit den Interessen der hierher nachfolgenden Konquistadores: Es geht um Macht und Gold! Nichts anderes ist ihr Ansinnen! In Erwartung eines baldigen Wiedersehens!“

Dein Freund

Bartolomé

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Diese Kurzgeschichte ist zum Monatsthema „Fundsache“ des Schreiblust-Verlages entstanden.  Es steckte sehr viel Recherchearbeit in dem Text, das hat richtig Spaß gemacht. Außerdem wollte ich (aus persönlichen Gründen) den Schiffsnamen „Pinta“ in einem Text verewigen. 

Foto: privat @Manuela Murauer – aufgenommen in Kroatien.